Im September lud Kronsbein Art erneut zu Atelierbesuchen bei der Münchner Künstlerin Tanja Mohr ein. Diesmal stand eine Premiere im Mittelpunkt: An drei Nachmittagen präsentierte die Künstlerin in ihrem Atelier in Schwabing erstmals Arbeiten aus ihrer neuen Werkgruppe. Zudem waren einige Werke, die bislang nur in der Barockgalerie zu sehen waren, zum ersten Mal in München ausgestellt.
Die neuen Arbeiten führen Tanja Mohrs intensive Auseinandersetzung mit den alten Meistern weiter. Das Barocke schwingt spürbar mit, doch die Bildsprache ist offener geworden. Die verhaltenen, gedimmten Töne der Barockarbeiten weichen einem geöffneten Farbspektrum von expressiver, fast leuchtender Intensität. Fragmente von Natur und Landschaft verbinden sich zu Bildern, die Leichtigkeit und Substanz vereinen. Sie schenken Zuversicht und wecken eine Sehnsucht, die lange nachwirkt.
Bewusst verzichtet die Künstlerin auf Titel. Die Betrachtenden sollen nicht gelenkt werden, sondern in einen eigenen, inneren Dialog mit dem Werk treten. Dieser Dialog wurde in der unmittelbaren Begegnung mit den Bildern im Atelier besonders erlebbar.








